Smartwatch APOLLY 5: Optisch schick, für den Preis hochwertig – aber leider ein paar nervige Bugs

Die APOLLY 5 Smartwatch von Right Technology konnte ich im Rahmen des Vineprogramms jetzt einige Wochen ausführlich testen. Dieser Test fiel dabei durchwachsen aus.

Fangen wir vorne an: Die Uhr wurde schnell geliefert und kommt in einer ansprechenden Produktverpackung daher. Meine Frau dachte erst, ich hätte ihr eine Uhr vom bekannten Hersteller mit dem angebissenen Apfel bestellt, so wertig und ansprechend sieht die ziemlich ähnlich gestaltete Verpackung aus.

Nach dem Öffnen geht es genau so weiter: Es kommt eine optisch hochwertig wirkende Uhr mit tollem Gehäuse in glänzender Edelstahloptik und einem farbendfrohen, hellen und scharfem Display daher. Defintiv mehr als das, was man beim aktuellen Verkaufspreis von 79 Euro (Stand März 2021) erwarten würde. Für den Ersteindruck und die Materialanmutung also schon mal 5 Sterne.

Schaut man sich weiter in der Box um sieht man einen großen Lieferumfang: Zwei Armbänder (Kunstlederoptik und Silikon), Ladeadapter, Anleitung. Der Ersteindruck des viel zu schwach magentischen USB-Ladeadapters (ein Netzteil ist leider nicht dabei) ist dann aber wieder in der Kategorie Chinaware angekommen. Schade, das hätte man auch noch etwas wertiger machen können.

Richtig billig wird es dann beim Eindruck des Silikonarmbandes, denn die Farben der beiden Armbandstücke passen leider überhaupt nicht zusammen. Soetwas geht meiner Meinung nach überhaupt nicht, auch nicht bei einem billigen Produkt, was ja doch immerhin fast 80 Euro kostet.

Also entschieden wir uns für das Anbringen des „Lederbandes“, welches immerhin farblich konsistent ist. Leider kam hier aber ein sehr großer Frustfaktor auf. Das Band hat einen Standardarmbandverschluss, der leider so schlecht am Uhrengehäuse platziert ist, dass es echt ein Geduldsspiel wird das Band anzubringen. Nach etlichen Fehlversuchen klappte es dann auf beiden Seiten und das Band war fest. Neben der Farbabweichung beim Silikonband nun ein weiterer Grund niemals mehr das Band zu wechseln!

Die Uhr kam fast vollständig geladen bei mir an, so dass ich das Ladekabel nur kurz auf Funktion testen wollte. Wieder Frustfaktor hoch! Denn der Magnet im Stecker ist viel zu schwach, man muss die Uhr nur während des Ladens schief angucken, schon fällt der Stecker ab und die Uhr lädt nicht mehr.

Viel positiver war dann der Eindruck nach dem Einschalten und der Ersteinrichtung. Ein ziemlich farbenfrohes und helles Touch-Display mit ausreichend hoher Auflösung begrüßt uns. Auch werden die Toucheingaben problemlos erkannt und umgesetzt. Hier gibt es mal wieder volle Punktzahl.

Die Appeinrichtung war auch auf iOS und Android schnell erledigt. Die App funktioniert problemlos und hat die Uhr in beiden Fällen problemlos erkannt. Auch der Datenaustausch mit der Uhr klappt problemlos, genau wie die Benachrichtigung von verschiedenen Apps. Bis auf wenige Übersetzungsfehler lässt sich die App auch problemos bedienen und die Uhr nach den eigenen Wünschen anpassen.

Was mich während der Einrichtung schon wunderte: Man kann nirgends eine Lautstärke für die Uhr und die Benachrichtigungstöne einstellen. Es gibt entweder Ton oder kein Ton. Oder anders: Entweder gefühlt sehr laute Benachrichtigung, oder keine akkustische. Das geht gar nicht bei einer Smartwatch.

Und dann wäre da noch die Telefonfunktion. Die ist ein riesiger Reinfall. Und damit meine ich nicht die umstänldiche Einrichtung, da die Uhr noch eine zweite Bluetoothverbindung quasi als Feisprecheinrichtung benötigt, sondern einmal wegen dem schon oben angesprochenen Lautstärkeproblem (auch hier nur brüllend Laut oder gar nichts), sondern auch noch für den Fakt, dass neben einem nicht regulier- und anpassbaren Klingelton bei eingehenden Anrufen die Uhr auch noch auf chinesischer Sprache den Namen des Anrufers „brüllte“. Deshalb wurde die Anruffunktion sofort wieder deaktiviert, was ja durch einfaches Löschen der gerade erst angelegten zweiten Bluetoothverbindung problemlos erfolgte.

Kommen wir mal wieder zu etwas positiven: Der Funktionsumfang der smarten Funktionen ist – vor allem für den Preis dieser Uhr – hervorragend: Pulsmessung, Benachrichtigugnen, Schlaftracking, eingebaute Fitness-Programme und sogar eine Blutdruckmessung. Leider konnte ich mangels Blutdruckgerät die angezeigten Werte hier nicht verifizieren, sie klangen auch bei mehreren Messungen auf jeden Fall plausibel. Als medizinische Indikation würde ich sie aber nicht empfehlen.

Die gemessenen Fitness-, Puls-, und Schlafwerte dagegen habe ich mehrere Wochen mit den Aufzeichnungen meiner rund 5 mal so teuren Apple Watch verglichen und war erstaunt. Die APOLLY 5 hat immer ähnliche Werte angezeigt. Das spricht defintif für diese günstige Smartwatch.

Und das lässt mich zu folgendem Fazit kommen: Wer für günstiges Geld eine Smartwatch mit vielen Funktionen und Tracking haben möchte, die dabei noch toll aussieht und mehr hermacht als man bei dem Preis vermuten kann, der darf bedenkenlos zuschlagen. Für den ist diese Uhr eine klare Kaufempfehlung. Er muss aber in diversen Bereichen eben leider mit Mängeln und Softwarefehlern leben, die die wahre Herkunft eben nicht verschweigen: Eine chinesische Massenproduktion die mehr Wert auf Optik als auf Fehlerfreiheit legt.

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Mobile QI-Ladestation für Äpfel: Stylisch, praktisch, mobil… aber leider auch sehr teuer

Die mobile Ladestation von EINOVA von EGGTRONIC für iPhone, Applewatch und co habe ich im Rahmen des Vine-Testprogramms bestellt. Ich teste nämlich sehr gerne Produkte – vor allem aber technische Gadgets – und hoffe, dass ich mit meinen Rezensionen weiterhelfen kann. Ich versuche gemeinsam mit meiner Frau und – im entsprechenden Fall unseren Kindern – alle Produkte von vornherein kritisch und unvoreingenommen zu bewerten. Wir geben uns dabei immer große Mühe so objektiv wie nur möglich zu sein. Eine Fünf-Sterne-Bewertung muss sich ein Produkt definitiv verdienen, und bekommt diese nicht nur, weil uns das Produkt für den Test kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. 

In diesem Fall war ich schon beim Auspacken des schnell gelieferten Produkts sehr begeistert. Das lag an der tollen, stylisch bunten Verpackung und dem sehr hochwertigen Ersteindruck des Gerätes, gefertigt aus weißem glänzenden Kunststoff. Es könnte genau so auch von Optik und Haptik ein original Herstellerprodukt sein. 

Die Powerbank selbst ist nicht gerade klein und mit 385 Gramm auch nicht besonders leicht, ist aber dennoch äußerst portabel und im Reisegepäck beispielsweise gut mitführbar. Auf meinen hier angehängten Fotos sieht man auch einen Größenvergleich mit dem iPhone 11 Pro.

Perfekt finde ich das versenkbare Ladedock für die Applewatch, welches sich einfach im ein paar Milimeter nach oben herausziehen lässt. Dann liegt und lädt die Uhr problemlos. Außerdem bietet die Powerbank zwei QI-Ladeflächen um beispielsweise ein iPhone und das Ladecase von Airpods Pro aufladen zu können. Natürlich lädt sich auch jedes andere QI-fähige Device wie Android-Smartphones oder andere Kopfhörer und Smartwatches. 

Was ich etwas schade finde ist, dass sich die Powerbank selbst nur über ein USB-C Kabel aufladen lässt. An sich ja ein moderner Anschluss, aber gerade in der Apple-Welt wäre hier vielleicht eine zusätzliche Auflademöglichkeit via Lightningkabel sinnvoll gewesen, da jeder iPhone-Besitzer ja ein Lightningladegerät besitzt. Aber das ist nur Meckern auf hohem Niveau meinerseits und vielleicht eine Idee für eine zukünftige Weiterentwicklung des Produktes.

Ansonsten habe ich an dieser Powerbank wirklich nichts zu kritisieren. Hochwertige Materialien, tolle Optik, saubere Verarbeitung, recht schnelles Wireless-Laden (mit maximal 7,5 Watt Ladeleistung pro Wireless Output) und eine Kapazität von 37 Wh bzw 10.000 mAh machen diese Powerbank zu einem super Begleiter auf längeren Reisen oder Touren. Und eines hätte ich beinahe vergessen: Der verbaute USB-C Anschluss dient nicht nur dem Aufladen der Powerbank selbst, sondern ermöglicht auch das Aufladen von Geräten via USB-C Kabel mit maximal 30 Watt und 5 bis 20V. Dabei wird in beide Richtungen übrigens der Powerdelivery-Standard (PD 3.0) unterstützt. Somit ist das in beide Richtungen auch schnelles aufladen, entsprechendes PD-Netzteil vorausgesetzt natürlich.

Gibt es überhaupt einen wirklichen Kritikpunkt bei so viel positiven DIngen? Ja, nämlich den Preis. Ganz ehrlich: Eine normale 10.000 mAh Powerbank gibt es schon für ein fünftel des Preises, eine mit QI-Ladefunktion vielleicht für ein Drittel. Ich finde den aktuellen Preis von 149 Euro (Stand März 2021) trotz der gebotenen Qualität und Funktion einfach viel zu hoch gegriffen! Ja, ich kann meine Uhr und zwei weitere Geräte damit laden, aber dafür dieser Preis? Dann müsste der Akku schon deutlich mehr Kapazität leisten, um diesen Verkaufspreis zu rechtfertigen. 

Alles in Allem bekommt die Powerbank von mir dennoch 5 Sterne, nur in der Rubrik Preis-Leistung leider nur 3 Sterne. Ist sie eine Kaufempfehlung? Jein! Eigentlich ja für das tolle Produkt, aber nein für den Preis.

Diese Powerbank können Sie hier bei Amazon bestellen

Toller Handygimbal mit nerviger China-App: hohem iSteady X im Test

Der Smartphone Gimbal iSteadyX von hohem wurde mir im Rahmen eines Produkttestes zur Verfügung gestellt. Ich habe ihn natürlich trotzdem objektiv getestet, vor allem auch im Vergleich mit im Haushalt vorhandenen anderen Smartphone-Gimbals von einem Marken- und einem Nonamehersteller. Und ich kann es schon vorweg nehmen: Dieser preiswerte und von der Hardware auch hochwertige Gimbal liegt im Gesamtergebnis genau im Mittelfeld. Warum, das versuche ich in dieser Rezension zu erkläre.

Hochwertige Hardware

Schon bei der Produktverpackung wird klar: Hier legt man Wert auf Design und einen perfekten Ersteindruck. Und genau das gelingt hohem mit der formschönen Verpackung. Beim Auspacken wird der große Lieferumfang deutlich: Neben dem Gimbal selbst liegt noch ein Ministativ, eine Handschlaufe und ein Aufbewahrungssäckchen dabei. Das ist bei diesem Preis top, und das ist selbst beim chinesischen Weltmarktführer mit den drei Buchstaben nicht immer der Fall. Auch die Haptik beim Gimbal ist sehr gut, alles wirkt solide und hochwertig. Die verwendeten Kunststoffmaterialien machen allesamt einen sehr guten Eindruck, die Verarbeitung ist perfekt. Man könnte meinen hier ein Markenprodukt in der Hand zu halten. Von den Abmessung mit 179 x 79 x 39 im zusammengefalteten und 230 x 80 x 40 im entfalteten und betriebsbereiten Zustand und knapp 260 Gramm (ohne Handy) ist der Gimbal sprichwörtlich ein Leichtgewicht. Er kann somit immer dabei griffbereit im Rucksack oder der Jackentasche sein. Verbaut ist übrigens eine 18650er Standardakkuzelle, die einen Kapazität von 2000mAh Stunden hat und laut Hersteller auf eine Betriebszeit von 8 Stunden kommen soll. Da ich den Gimbal nie so lange am Stück genutzt habe, kann ich das nicht prüfen, es klingt aber machbar. Ich habe auch nie länger als eine Stunde laden müssen, da ich den Akku wie gesagt nie komplett geleert hatte.

Der Handygimbal eignet sich in meinem Test übrigens perfekt für die Nutzung mit einem iPhone 11 pro und einem Sony Xperia 10ii, diese beiden Geräte habe ich ausgiebig mit dem Gimbal verwendet. Sowohl auf iOS als auch auf Android lief alles problemlos. Sowohl im Portrait als auch im Landscapemodus und dem Wechsel zwischen beiden Modi lief problemlos ab. Bis hier hin also eigentlich klare fünf Sterne. Wäre da nicht die App, die einen wahrlich nicht vom Hocker haut…

Die App – hier trennt sich die Spreu vom Weizen, oder: Solide Hardware trifft „billige“ App

Der nervigste Punkt, und hier orientiert sich hohem am Weltmarktführer, das Produkt muss erstmalig mit der hohem Pro App aus dem Google PlayStore oder Apples AppStore erstmalig in Betrieb und somit auch registriert werden. Diesen Datensammelzwang muss man nicht verstehen, und er führt auch zur Abwertung der App. 

Die App selbst ist einigermaßen übersichtlich gestaltet, es nerven aber die immer wieder auftretenden Übersetzungsfehler und – vor allem bei der Android-Version – die immer wieder auftretenden Appabstürze. Und ganz ehrlich: Warum sollte ich eine chinesische App verwenden um mit meinem Handy Videos aufzunehmen? Das kann die Handyherstellereigene App oftmals besser. Nutzt man aber eben die hohem Pro App nicht, kann man auch nicht auf die Funktionen wie Gesichtstracking, Beauty, (Motion-) Zeitraffer, etc zurückgreifen, das muss einem auch klar sein. Und genau diese Funktionen bietet der Gimbal eigentlich. Wäre da eben – wie bereits mehrfach gesagt – nicht diese wirklich qualitativ schlechte App. Das ist einfach mehr als schade und führt am Ende dazu, dass ich diesen Gimbal eben trotz der guten Hardware und vielen Funktionen nicht uneingeschränkt empfehlen kann. Es ist wieder einmal der Beweis, dass chinesische Firmen oftmals Hardware toll können, es bei der globalisierten App eben oftmals nicht funktioniert.

Stabilisierung funktioniert gut

Das Wichtigste bei einem Gimbal ist aber eben nachher das Resultat. Und hier überzeugt der kleine, handliche, leichte und robuste Handygimbal auf ganzer Linie. Egal ob hochkant oder normal, egal ob für den heimischen Fersneher, als Hochkantclip für instagram oder TikTok, man bekommt einfach gute stabilisierte Aufnahmen hin. Und das auch mit der Handy-eigenen Standardvideoapp, da muss man eben nicht hohems nervige App verwenden.

Mein Fazit

Dieser hohem Einsteiger-Gimbal ist an sich ein tolles, solides Produkt mit einem riesigen Manko: Eine ziemlich unbrauchbare App. Führt man den günstigen Preis von derzeit um die 80 Euro an, geht die Verarbeitung, Materialqualität und der große Funktionsumfang (nur mit App natürlich) völlig okay. Die von diesem Gimbal abgelieferte Drei-Achsen-Stabilisierung funktioniert nahezu perfekt. Das Resultat sind defintiv sehr ruhige und saubere Aufnahmen, das bekommen nur sehr teure aktuelle Smartphones derzeit ohne Gimbal genauso gut hin. Die Lernkurve für die vielen Tastaturkombinationen und Mehrfachklickbefehle ist dagegen leider sehr hoch, die App wie schon mehrfach erwähnt an vielen Stellen leider nervig. Bleibt für mich nur zu sagen: Ja, gutes Einsteigerprodukt – sofern man auf die App verzichtet oder auf Appupdates durch hohem hoffen will. Gerade so noch 4 von 5 Sternen, vor allem wegen des mehr als fairen Preises und großen Lieferumfangs.

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OSMO Genius Starter Kit: Spielzeug mit überteuertem Kunststoff-iPad-Ständer oder hochwertiges Lernkonzept? Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen…

Das OSMO Starterset wurde schnell und sicher verpackt geliefert. Man merkt hier, dass man ein hochwertiges Produkt gekauft hat. Nicht nur am Kaufpreis, sondern schon an der Produktverpackung. Schön gestaltet, liebevoll bis ins Detail durchdacht und alles hervorragend verpasst. Als jahrelanger Nutzer der Produkte mit dem angebissenen Apfel behaupte, das Set könnte auch aus dem Apfel-Regal sein. Ales erstes fällt der große, durchaus massive und vor allem aus hochwertigem Kunststoff hergestellte iPad-Ständer auf. Ja richtig, dieser Stände und somit auch das mitgelieferte Kamera-Spiegelmodul passen nur für iPads. Es gibt auch eine Variante fürs Amazon Fire Tablet, den Ständer dazu kann man auch einzeln kaufen. Wir hatten das erst übergelegt, da neben den iPads meiner Frau und mir unsere sechsjährige Tochter auch ein eigenes Fire Tablet besitzt. Bei dem für den reinen Ständer aufgerufenen Verkaufspreis haben wir davon aber Abstand genommen, das ist dann doch eine Nummer zu hoch. Also spielt unsere Tochter eben mit unseren iPads, und natürlich unter Aufsicht. Was bei diesem Spiel vor allem bei Erstklässlern aber auch geboten ist, da sie einige Dinge einfach noch nicht lesen und somit nicht bedienen können.

Die Einrichtung des Sets ist eigentlich relativ einfach. Kamera-Spiegelmodul aus der magnetischen – aber leider viel zu laschen – Halterung nehmen und auf dem hochkant eingesetzten iPad mittig über der Kamera positionieren. Schon werden die Dinge, die vor dem iPad passieren – also der spätere Spielverlauf – von der Kamera gesehen. Tolle Idee, toll umgesetzt. Leider hält das Spiegelmodul nicht richtig fest in der Halterung, somit muss beim Transport aufgepasst werden damit hier nichts zu Bruch geht. Hätte man sicher auch anders lösen können, aber so sieht es halt cooler aus. Apropos Halterung: Ein iPad mit dünner Backcoverhülle steht eigentlich ausreichend sicher in der Halterung, dennoch sollte man aufpassen nicht beispielsweise zu sehr am Tisch zu wackeln.

Vor der ersten Benutzung müssen die Haupt-App sowie zahlreiche einzelne Spiele installiert werden. Das ist mehr oder weniger selbsterklärend dank QR Code und Hinweisen in der App. Diese ist übrigens komplett deutschsprachig und nur hier und da sieht man ihr die Übersetzung aus dem englischen (der Hersteller kommt aus den USA) an.

Die eben erwähnten einzelnen Spiele sind übrigens auch das Konzept hinter diesem Produkt: Man kann für (mehr oder weniger teures) Geld weitere Apps und auch Spielsteinerweiterungen dazu kaufen. Das gesamte System kann somit ganz schön ins Geld gehen. Erinnert mich irgendwie an das System mit dem sprechenden Stift und den teuren Büchern.

Das Material der mitgelieferten Spielsteine bestehend aus Formenplättchen oder Buchstsaben und Zahlen-Plättchen ist hochwertig, das stapelbare Aufbewahrungssystem mit verschiedenen Farben eine tolle Idee aus hochwertigen Materialien.

Übrigens: Es gibt noch eine Eltern-Kontroll-App für das Osmo System für Tablet oder iOS und Android-Smartphones. Und was ich hier überhaupt nicht verstehe: Diese App ist nur in englisch verfügbar. Sie ist zwar kostenlos, aber in Anbetracht des gesamten Anschaffungspreises für die Hardware und Spieleerweiterungen könnte man hier auch eine lokalisierte App erwarten. Also Abzug in der B-Note.

Die Apps und somit verschiedenen Lerninhalte machen unserer Tochter sehr viel Spaß. Und ja ich gebe zu, auch wir Erwachsenen haben Spaß beim Formen-Legen und dabei Welten entdecken, Zahlenblasen platzen lassen oder vor allem beim Zeichnen von Formen und Figuren oder sogar eigenen abfotografierten und in Strichzeichnungen umgesetzten Gegenständen. Die Lernkurve ist hier und da auch herausfordernd, manches ist kurzweiliger und einfacher, anderes passt perfekt jetzt zu unserer Erstklässlerin.

Im Fazit kann ich sagen, dass ich hin und hergerissen bin. Nein, es ist nicht nur ein überteuerter iPad Ständer, und nein es ist auch kein revolutionäres Lernsystem. Es ist vielmehr eine kostenintensive aber pädagogisch durchaus wertvolle Vermischung der digitalen und analogen Welt. Natürlich braucht man solch ein System nicht um Formen zu erlernen, zu zeichnen oder Buchstaben und somit Wörter zu erlernen oder schnelle Rechenaufgaben zu lösen. Das System macht aber viel mehr Spaß als trockenes Lernen. Unsere Tochter ist sehr gerne Osmonaut und würde manchmal noch viel lieber länger „spielen“ wie sie es nennt. Sie merkt gar nicht, dass sie eigentlich lernt. Oder anders gesagt: Sie lernt spielend, und darauf hat sie Lust. Ist das System aber dafür nicht zu teuer? Ja und nein. Es kommt eben auf den Blickwinkel an.

Deshalb vergebe ich im Gesamtfazit 4 von 5 Sternen und auch eine Kaufempfehlung an alle die, die der doch sehr hohe Kaufpreis nicht abschreckt. Vielleicht ist es ja das passende Weihnachtsgeschenk für die Grundschüler-Enkelkinder, aber eben nur wenn die Eltern auch ein iPad im Haushalt haben.

Kauftipp: OSMO Genius Starterkit für iPad bei amazon.de kaufen oder OSMO Genius Starterkit für Amazon Fire Tablet bei amazon.de kaufen

Test: Huawei FreeBuds Pro – Perfekter Klang, super Noice-Cancelling aber Probleme bei Kopplung und Bedienung

Für diesen Test habe ich mir die brandneuen Huawei FreeBuds Pro in weiß bestellt. Da sie sehr schnell geliefert wurden, konnte ich sie jetzt schon ausgiebig ausprobieren und testen. Gekoppelt habe ich sie dazu testweise mit einem Huawei P30 Pro, einem Sony Xperia 10ii und einem iPhone 11 Pro als Smartphones sowie einem Surface Pro3 und einem Acer Chromebook. Eines ist auf allen Geräten perfekt: Der Sound und das Active Noicecancelling (ANC) zur Unterdrückung der Umgebungsgeräusche. Die Bedienung ist aber nur auf Huawei und Android Geräten optimal Dank der Huawei AI Life App. Zu dieser App aber später mehr, denn da läuft auch nicht alles perfekt.

Fangen wir aber vorne an: Geliefert werden die FreeBuds Pro in einer hochwertigen und schicken Kartonverpackung. Neben dem Ladecase mit eingelegten FreeBuds Pro liegen noch ein USB-C auf USB-Ladekabel sowie Silikonaufsätze in verschiedenen Größen und etwas Papierkrams bei. Alles ist aufgeräumt und wertig verpackt. Hier schon mal volle 5 Sterne.

Der Packungsinhalt der Huawei FreeBuds Pro

Da die Packung aber schnell ins Regal wandert, geht es mit dem Ersteindruck des Produktes weiter. Und was soll ich da sagen: Hochwertig, toll anzufassen und einfach zu bedienen. Okay, das Entnehmen der beiden FreeBuds aus dem Charger ist anfangs ungewohnt und etwas fummelig, aber es funktioniert.

Was leider nicht richtig funktioniert hat ist das erste Koppeln mit dem P30 pro. Ich bin laut Quickstart-Anleitung vorgegangen, musste dann aber doch manuell über das Bluetooth Menü koppeln, was reibungslos klappte. Danach erschien auch beim Aufklappen des Ladecas das FreeBuds Pro-Infofenster am unterden Bildschirmrand des Smartphones. Dieses ist übrigens auf aktuellstem Stand und hat alle aktuellen Updates. Genau wie die FreeBuds Pro, die direkt nach der Kopplung ein Firmwareupdate bekamen, dessen Installation einige Minuten dauerte.

Direkt bei der ersten Kopplung wurde ein Firmwareupdate auf die Huawei FreeBuds Pro geladen

Danach gleich der erste Klangtest: Der Sound ist toll, klar und sogar etwas basslastig. Sobald ich mir die FreeBuds Pro fester ans bzw ins Ohr drücke, wird der Klang noch satter. Das heißt für mich, dass die Standardsilikonaufsätze wohl nicht die richtigen sind. Dies soll man aber mit der im Quickstart Guide erwähnten Huawei App wohl einstellen können. Also habe ich mir diese per QR-Code aus der Anleitung aus dem Playstore aufs P30 Pro geladen. Und da kam die erste Ernüchterung: Die FreeBuds Pro werden weder automatisch gefunden noch kann ich sie per QR-Code als auch manuell hinzufügen. Sie sind einfach nicht in der App als Auswahl vorhanden. Das ist ganz schön peinlich Huawei. Da launcht man ein neues, teures und hochwertiges Produkt, vergisst aber das App Update. Als User kommt einem das alles andere als „pro“ vor. 

Dann erinnere ich mich an den Huawei eigenen App-Store, die AppGallery. Und was soll ich sagen, die dort heruntergeladene und installierte App findet zwar die FreeBuds Pro auch nicht selbsttätig, aber immerhin kann ich sie nach mehreren Fehlversuchen manuell hinzufügen. Immer noch nicht wirklich „Pro“ und auch weit entfernt von der User-Experience bei den wohl gleichfarbigen Vorbildern mit dem angebissenen Apfel als Logo, aber es ging dann ja wenigstens irgendwie.

Mit der Huawei AI Life App hat man dann sehr viele bequeme Funktionen: Neben Ladestandsanzeige und Firmwareupdatemöglichkeit kann man hier die drei Stufen des ANC (in der App „Rauschunterdrückung“ genannt) bequem mit einem Klick ein- und ausschalten, was viel komfortabler als die Klick- und Touchgesten an den Ohrsteckern selbst funktioniert. Übrigens: Diese Gesten kann man sich auch problemlos alle in der App noch einmal anzeigen und somit in Erinnerung rufen lassen. Mehr zu den Gesten später. Die wichtigste Funktion der App ist aber die Testfunktion des Klanges. Dazu setzt man die FreeBuds Pro ins Ohr ein, startet den Test und bekommt dann als Ergebnis angezeigt ob man optimalen Klang hat oder einen anderen Aufsatz versuchen und den Test wiederholen sollte. Schön wäre hier gewesen vielleicht noch einen Tipp der als nächstes zu testenden Aufsatzgröße mit anzugeben, so bleibt es ein Try-and-Error-Prinzip. Letztendlich bin ich dann aber auch für die zu meinen Ohren passenden Ausätzen gekommen. Übrugens: Bei meiner Frau haben sofort die Standardaufsätze den perfekten Sound ergeben.

Perfektes Duo: Das Huawei P30 pro und die Huawei FreeBuds Pro

Kommen wir zu den Gesten, mit denen man die FreeBuds Pro eigentlich im Alltag steuern soll: Gespräche annehmen, auflegen, Musik starten und stoppen oder Titel überspringen… alles soll mit Zusammndrück-Gesten an einem der Stecker passieren. Start/Stopp oder Gespräche annehmen funktioniert da noch am zuverlässigsten, sobald man aber mehrfach klicken muss oder um die ANC Stufen durchzuschalten klicken und halten soll, wird es leider fehleranfälliger. So richtig zufrieden bin ich damit nicht. Vielleicht wird das aber mit einem Firmwareupdate noch verbessert. Stand heute kurz nach dem Marktstart muss ich aber leider einen Stern abziehen und nutze statt der Gesten lieber die App und zur Lautstärkeregulierung die Tasten am Smartphone, obwohl die Wischgeste für Lauter/leiser manchmal zuverlässig und manchmal nahezu überhaupt nicht funktionieren mag.

Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit den FreeBuds Pro, sie sind hochwertig verarbeitet, bestehen aus einem wertigen Kunststoff, haben ein zwar ziemlich globiges Design, sehen im Ohr getragen aber gut aus. Der Klang ist hervorragend, das ANC arbeitet für einen In-Ear erstaunlich gut. Wären da nicht die Kinderkrankheiten mit der unaktuellen App, den Problemen bei der ersten Verbindung mit einem Huawei Smartphone und die mitunter überhaupt nicht reagierenden Gesten. Und was ich auch nicht optimal finde: Das Ladecase kann nur liegen, aber nicht stehen. Aber das ist eher ein subjektives Empfinden. Dafür funktioniert das Laden mit einem drahtlosen QI-Lader problemlos, so dass das mitgelieferte USB-C Ladekabel keine Verwendung finden wird.

Eines hätte ich beinahe vergessen: Die Sprachqualität bei Anrufen ist perfekt, der Gegenüber versteht einen auch beim leise sprechen 1a und auch der Empfang des Telefonats ist top.

Mein Fazit: Klare Kaufempfehlung und sehr gute 4 Sterne, sind die hier in der Rezension erwähnten Kinderkrankheiten beseitigt, gibt es auch volle 5 Sterne. Ich hoffe mit meinem Eindruck zu den neuen FreeBuds Pro Ihnen eine nützliche Einschätzung des Produktes gegeben zu haben?!

Test: SONY XPERIA 10 Mark 2: Mittelklassegerät mit Oberklassefeatures aber nur mittelmäßiger Kamera

Ich finde eine Überschrift dieser Rezension sagt eigentlich schon alles aus, und zeigt in welchem Dilemma ich mich hier bei der Bewertung befinde. Kurz gefasst: Letztendlich sind es gerade noch 4 von 5 Sternen geworden, aber wirklich nur knapp.

Fangen wir vorne an: Ich habe dieses Gerät im Rahmen eines Produkttests zur Verfügung gestellt bekommen. Trotzdem fällt meine Rezension aber völlig objektiv aus, wie man auch an meiner Sternenvergabe vielleicht schon sieht (Fingerabdruckleser: 2/5, Kamera-Qualität: 2/5, Helligkeit: 5/5 – Gesamtnote: 4/5 Sternen).

Das Sony XPERIA 10 Mark II wurde mir sehr schnell durch amazon.de geliefert. Es kommt in einer unscheinbaren typischen XPERIA-Serie Box. Für ein Mittelklassegerät ist der Lieferumfang aus Smartphone, Ladekabel und Ladegerät mit etwas Papierkrams sicher okay, genauso die nicht besonders wertige Pappschachtel. Auch für den Preis, den Sony am oberen Ende der Mittelklasse-Skala angesiedelt hat. Und eigentlich ja auch gerechtfertigt, wenn man das Gerät auspackt und den Ersteindruck zusammenfasst: Edel und wertig.

Das Gerät besitzt neben der Vorderseite aus stabilem Gorilla Glass 6 auch eine Glasrückseite aus dem gleichen Material. Ja, richtig gelesen, das in einem „preiswerten“ Mittelklasse-Smartphone. Alle Achtung Sony! Das Gleiche gilt übrigens für die IP68 Zertifizierung, also dem Schutz vor Eindringen von Staub und Wasser auch bei längerem Untertauchen in geringer Wassertiefe. Das ist top, Danke dafür Sony. Geht es auch so weiter? Ja, erstmal schon… was man nach dem ersten Einschalten sieht ist nämlich ein tolles, farbenfrohes, kräftiges und helles OLED-Display. Klar, keine 90 oder gar 120 Herz Bildwiederholrate, aber hey es ist ein Mitteklassetelefon. Und dafür ist dieses verbaute Panel echt top. Es kommt im XPERIA-typischen und etwas ungewohnten 21:9 Format daher. Anfangs war ich vom dadurch komischen Formfaktor etwas verwirrt, heute nehme ich liebend gerne das XPERIA 10 ii in die Hand wenn ich Splitscreen – also zwei Apps gleichzeitig – nutzen möchte, das geht auf meinem Haupttelefon nämlich gar nicht. Auch zu Kinofilme beim Lieblings-Streamingdienst schauen ist das toll, denn diese liegen oftmals eben im Kinofortma 21:9 vor. Ist es also das perfekte Smartphone für Filmfans? Jein, denn nur dann wenn sie einen guten Kopfhörer (Danke Sony für die 3,5mm Klinkenbuchse) oder gute Bluetoothlautsprecher haben. Denn – und hier kommen wir zum ersten Kritikpunkt an diesem Telefon – der eingebaute Mono(!)-Lautsprecher klingt grauenvoll! Viel zu leise, viel zu klirrig und bassarm, viel zu verzerrend bei „hoher“ Lautstärke. Optisch sieht der kleine Lautsprecherschlitz unterhalb des Displays vielleicht toll aus, klingen tut das überhaupt nicht. Bei einem solch „teuren“ Marken-Telefon hätte ich mehr erwartet, vor allem weil Sony sich ja mit gutem Ton eigentlich auskennt.

Der Fingerabdrucksensor sitzt gut erreichbar im Powerbutton direkt unter der Lautstärkewippe auf der rechten Gehäuseseite – Die Rückseite ist durch Gorilla Glass 6 gut geschützt aber ein Fingerabdruckmagnet beim schwarzen Modell

Bleiben wir gleich bei Kritikpunkten: Der Fingerabdrucksensor ist eigentlich gut, da an der Seite auf dem Powerbutton super platziert und reagiert auch schnell. Aber eben nicht immer. Manchmal kann ich das Telefon 10-20 Mal hintereinander problemlos entsperren, manchmal auch nach 10 Versuchen überhaupt nicht bis eine Fehlermeldung erscheint. Ich befürchte hier eher ein Software- als einen Hardwarebug. Ärgerlich ist es allemal, denn dann bleibt nur die nervige Codeeingabe. Eine Gesichtsentsperrung gibt es also Option leider nicht. Sony, das muss besser gehen… bei solchen im Alltag nervenden Dingen bringt auch ein attraktives Design oder edle Glasrückseiten keine Punkte.

Punkten dagegen kann Sony – hat man das Telefon dann mal erfolgreich entsperrt – mit der aufgeräumten Benutzeroberfläche und dem fast puren Android 10. Trotz einem auf dem Papier eher langsamen Mittelklasseprozessor kann ich mich nicht beklagen. Menüs scrollen sich flüssig, Apps starten verhältnismäßig zügig (immer in Relation zum Preis und der Mittelklasse), LTE und WLAN Verbindungen sind ausreichend schnell, es gibt genügend Speicherplatz der löblicherweise per Micro SD Karten erweiterbar ist. Die Alltagsperformance würde ich somit als sehr gut beurteilen für diese Geräteklasse.

Android Auto funktioniert perfekt über die USB-C Schnittstelle des SONY XPERIA 10ii

Schön wäre es auch, wenn sich das bei der markanten Triple-Camera fortsetzen würde. Und das tut es leider nicht. Und gerade bei einem Markenhersteller wie SONY, der auf seiner Webseite zum Handy diese Kamera anpreist und lobt, darf soetwas nicht passieren. SONY ist einer der Kameraexperten im Bereich DSLR, SONY baut für fast alle Mitbewerber seit Jahren hochwertige und tolle Kamerasensoren, SONY kann Software und Benutzeroberflächen (sieht man vor allem bei den Schwestermodellen der aktuellen XPERIA-Reihe), aber alles das zeigt SONY beim XPERIA 10ii nicht. Überhaupt nicht. Die Kamera ist beinahe ein Grund dieses Telefon insgesamt überhaupt nicht zu empfehlen. Und ja, weil sie von SONY kommt würde ich diese Kamera fast schon als „Frechheit“ bezeichnen. Bis die Kamera-App startet vergehen mehrere Sekunden, oftmals ruckelt dann das Vorschaubild – vor allem wenn der Bildstabilisator im Videomodus aktiviert ist. Das Auslösen von Fotos dauert oftmals ewig, da der Autofocus mehrere Gedenksekunden benötigt um dann teilweise am Ende auch trotzdem noch daneben zu liegen. SONY, das geht so überhaupt nicht. Im Videobereich wird es noch schlimmer: Der Bildstabi sorgt (nicht nur beim Umschalten zwischen den drei Brennweiten) für wackelnde Bilder und in den ersten Sekunden Sprüngen in den aufgenommenen Videofiles. Unterschiede zwischen Aufzeichnung auf dem internen Speicher oder einer schnellen Marken MicroSD Karte konnte ich auch nicht feststellen. Im Fotobereich hat man beispielsweise die HDR-Funktion nur im Profi-Modus. Das Umschalten in diverse Modi bzw das Zurückschalten in den normalen Automodus ist irgendwie auch etwas umständlich gelöst, da man erst in ein Untermenü klicken muss. Und die Resultate der 12 MP Fotos und der bis zu 4k Videos? Wenn Autofocus und Bildstabi (ich hab ihn meist sowieso deaktiviert) richtig liegen durchaus gut und sehenswert. Aber man kann sich leider nicht drauf verlassen. Viele Modi sind dann auch eher Spielerei oder wie der Portraitmodus teils einfach völlig künstlich. Der Nachtmodus ist auch kein Garant für tolle Nachtfotos, aber man hat hier auch ein Mittelklassegerät und kein iPhone pro oder Huawei P30 für einen vielfach teureren Preis.

Kann ich dieses Telefon nun nach mehreren Wochen Testzeit als Daily Driver empfehlen? Ja und nein. Ja für alle die, die keinen allzu hohen Wert auf tolle Fotos und Videos legen und die wenig Musik mit ihrem Smartphone hören oder Filme und Serien gucken und über den Lautsprecher des Handys hören wollen. Ja für Menschen, die gerne mal was anderes haben wollen als den Handy-Einheitsbrei oder die gerne Multitasking mit zwei Apps gleichzeitig betreiben wollen, dafür bietet sich der 21:9 Screen und damit der etwas andere Formfaktor eben an. Ja für menschen, die ein leichtes Smartphone mit hochwertiger Verarbeitung aus tollen Materialien haben wollen. Aber: Nein für Leute die gerne mit ihrem Smartphone als Kameraersatz foto- und videografieren möchten, die regelmässig ohne Kopfhörer Filme und Serien gucken wollen und nein für Menschen, die einen zuverlässigen Fingerabdruckscanner unabdingbar finden, weil sie eben keinen PIN-Code zur Entsperrung eingeben möchten.

SONY versorgte das Mittelklassesmartphone in den letzten Testwochen regelmäßig mit Fimware- und Sicherheitspatches

Einige der von mir aufgeführten Kritikpunkte kann SONY vielleicht noch durch Firm- und Softwareupdates beheben, einige vielleicht auch nicht. (Apropos Software: SONY lieferte in den letzten Wochen bereits mehrere Firmwareupdates aus, der Sicherheitspatch-Stand ist derzeit Anfang November übrigens bei 1. September 2020, das ist noch okay).

Ich kann am Ende keine Kaufempfehlung für dieses Modell aussprechen, ich würde persönlich zum (natürlich) teureren aber wohl auch ungleich besseren XPERIA 5ii greifen. Auch wenn ich viel kritisiert habe hoffe ich, dass meine Erfahrungen in dieser Rezension für Sie hilfreich waren, genau wie die Beispielfotos oben.

Mein Einkaufstipp: Bei Amazon.de das SONY XPERIA 10 ii bestellen

Test: TRIFO Max Pet – smarter Staubsauger-Roboter mit kleinen Schwächen

Ein inzwischen tolles Produkt mit anfänglichen Schwächen für jede Tierhalter-Wohnung

TRIFO Max Pet – Der smarte Staubsauger-Roboter für Tierhaushalte

Etwas vorweg: Ich bin Produkttester und versuche gemeinsam mit meiner Frau und unserer Tochter sowie unserem Baby alle Produkte von vornherein kritisch und unvoreingenommen zu bewerten. Wir geben uns dabei immer große Mühe so objektiv wie nur möglich zu sein. Eine Fünf-Sterne-Bewertung muss sich ein Produkt definitiv verdienen, und bekommt diese nicht nur, weil uns das Produkt für den Test kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. So ist es auch in diesem Fall beim smarten kabellosen Staubsaugerroboter TRIFO Max Pet. Übrigens wäre diese Bewertung negativer ausgefallen, hätte ich sie in den ersten zwei Wochen nach Lieferung nicht nur angefangen zu schreiben sondern auch direkt hochgeladen. Dazu aber später mehr, fangen wir erst einmal ganz vorne an:

Der TRIFO Max Pet wurde schnell und sicher verpackt von amazon.de geliefert. Öffnet man den Versandkarton, hat man schon das erste Aha-Erlebnis: Es kommt ein sehr hochwertig und stylisch verpacktes Produkt zum Kunden. Ja, dieser Produktkarton könnte auch von einer bekannten Staubsaugermarke stammen. Die Verpackung ist eindeutig der Preisklasse angemessen und lässt ein hochwertiges Produkt erwarten.

Diese hochwertige Produktverpackung könnte auch von einem deutschen Markenhersteller mit ähnlichen Farben stammen

Ehrlich gesagt geht es mit diesem positiven Eindruck dann auch beim Auspacken des Staubsaugers weiter: Die Verpackung ist super aufgeräumt, alles wirkt hochwertig und sieht schön aus. Die verwendeten Kunststoffmaterialien des Saugers sind erstklassig, solide und robust. Ich denke, das kommt auch auf meinen Fotos gut rüber. Und man denkt sich beim Auspacken: Mensch ist der groß. Einerseits vom Durchmesser, andererseits von der Bauhöhe. Wir hatten vorher ein günstiges Einsteigermarkengerät, dieses war um einiges kleiner und leichter, aber auch viel billiger verarbeitet und nicht annähernd so robust und wertig wie der TRIFO. Einziger Nachteil des TRIFO durch seine doch großen Maße: Er passt nicht mehr unter unser Sofa, wie wahrscheinlich unter viele andere Sofas auch nicht.

Erst die App-Steuerung ermöglicht das volle Potential dieses Staubsauger-Roboters – übrigens auch per Alexa Skill zur Sprachsteuerung

Die Ersteinrichtung des TRIFO Max Pet war einfach, dank der guten Anleitung und der nahezu selbsterklärenden TRIFO Home App. Ich habe die App unter iOS sowie Android ausgiebig genutzt und getestet, auf beiden Betriebssystemen gibt es bis auf die ein oder andere vergessene Übersetzung und mal chinesische Schriftzeichen nicht viel zu meckern. Hier verrät der sonst nach „europäischem Markenprodukt“ aussehende Staubsauger dann seine wahre Herkunft, was in diesem Fall aber keinesfalls negativ gemeint ist.

Hat man die erste Koppelung mit der App erfolgreich abgeschlossen, wird automatisch das neuste Firmwareupdate angboten, welches ich damals auch gleich installiert habe. Wichtig: Dabei muss der Staubsauger an seiner (sehr großen) Ladestation angeschlossen sein.

Da unser Haushalt schon seit langer Zeit sehr smart ausgestattet ist, habe ich es mir nicht nehmen lassen auch den TRIFO-Skill bei unserer Echo Alexa zu installieren, damit ich unseren Sauger Max auch per Sprachbefehl steuern kann. Eine tolle Sache, und defintiv nicht nur eine Spielerei sondern sehr bequem.

Nach getaner Arbeit fährt unser „Max“ wieder zurück in seine Ladetation

Seine richtige Funktionsvielfalt – abgesehen vom Saugen natürlich – spielt der TRIFO Max Pet aber natürlich in Verbindung mit der App aus. Man sieht eine Live-Karte des Saugfortschritts, detailierte Informationen zu den gereinigten Quadratmetern, der Zeit und natürlich wichtige Basisinfos wie Akkustand, Lebensdauer der Bürste, etc. Aber das ist noch nicht wirklich das Highlight, das ist nämlich die eingebaute Kamera.

Diese Kamera dient Max nicht nur zur Orientierung im Raum, sondern ist auch als Überwachungskamera einsetzbar. Wenn auch der Winkel etwas gewöhnungsbedürftig ist, Dank der Bewegungsmeldung kann man so auch mal das gesamte Wohnzimmer in Urlaubszeiten überwachen lassen. Klar, irgendwo eine Spielerei, genau wie die Möglichkeit sich während des Saugens per Livevideo auch von außerhalb auf den Max schalten zu können und dann live zuschauen zu können. Unsere Kinder finden es auf jeden Fall immer spaßig und lustig. Nach zweimal ausprobieren nutze ich diese Funktion aber nicht mehr, genau wie die Möglichkeit via App über Max in den Raum zu sprechen. Nice to have, aber eben irgendwo eine Spielerei. Vor allem weil Kameraqualität und Tonqualität nicht so berauschend sind.

Der TRIFO Max Pet sendet ein Livebild in die App – übrigens auch mit Raumüberwachungsfunktion als Diebstahlwarner nutzbar

Saugen ist die eine Disziplin, die Kür für beutellose Staubsauger ist dann aber auch immer die Reingung. Und diese ist beim TRIFO Max einfach und problemlos. Staubauffangbehälter raus, in der Mülltonne ausleeren und ab und an die Filter gründlich reinigen, wie in der Anleitung beschrieben. Fertig. Klar muss man auch mal verdrehte Haare an den Bürsten entfernen, aber das ist bei jedem Sauger ja der Fall.

Wir haben in unserem Test die „Pet“-Version ausgiebig getestet, da wir ein Katzenhaushalt sind. Unsere British Longhair Katze verliert das ganze Jahr über eine Menge Fell, und Max hat damit keinerlei Probleme. Es wird immer alles aufgesaugt. Man muss dazu aber auch sagen, dass man fürs perfekte Tierhaarentfernen Max auch umbauen muss. Raus mit der normalen Bürste, rein mit der Tierhaardüse. Somit saugen wir im Alltag immer nur normal mit der rotierenden Bürste, setzen aber 1-2 mal pro Woche dann die Tierhaareinheit ein und lassen Max gründlich damit saugen.

Habe ich auch Kritikpunkte gefunden – neben der schon angesprochenen Bauhöhe? Ja, da wäre zum Beispiel die etwas blecherne und teils nervige – aber zum Glück in der Lautstärke justierbare – Sprachstimme von Max, der im Gegensatz zur App leider nur englisch oder chinesisch beherrscht. Diese ist mitunter und je nach Einstellung sogar lauter als der Sauger im Arbeitseinsatz. Es gibt aber auch noch einen Flüstermodus, nur in diesem spricht Max dann überhaupt nicht mehr. Ein Zwischending wäre toll. Was aber so richtig nervig war, war ein gravierender Fehler in der Firmware. Hat man den Sauger bei starker Verschmutzung auf höchster Stufe betreiben wollen, brach er nach wenigen Sekunden die Arbeit mit diversen Fehlermeldungen ab. Immer und immer wieder reproduzierbar. Zum Glück wurde dieser Bug in einem der später erfolgten Firmwareupdates behoben, so dass dieser meine Wertung nicht weiter beeinflusst und ich froh bin, diese Rezension erst nach vielen Wochen online gestellt zu haben. Wie sagt man so schön: Gut Ding will Weile haben. 

Hier und da gab es reproduzierbare Fehlfunktionen wie bei der Nutzung auf höchster Gebläsestufe – inzwischen mit einem Firmwareupdate gefixt

Ein großer Fehler wurde bisher aber leider nicht behoben: Der TRIFO Max Pet ist schon zweimal unsere Treppe aus dem 1. OG runtergefallen, und das obwohl er Treppen ja als Hindernisse erkennen soll. Nach vielen Versuchen habe ich das Problem inzwischen auch erkannt: Fährt Max eine Linkskurve auf die Treppe zu, erkennt er die Treppe nicht. Fährt er in einer Rechtskurve auf die gleiche Treppe zu, erkennt er sie und dreht um. Beides mal tastet er sich vorher an einem Stück Mauer entlang. Ich hoffe, dass dieser Bug irgendwann behoben wird, ziehe deshalb auch keinen Stern in meiner Bewertung ab. Leider gibt es innerhalb der App keinerlei Kontaktmöglichkeiten mit dem Hersteller, um solche Fehler melden zu können. 

Die Reinigung geht einfach von statten: Staubfangbehälter raus und ausleeren

Weitere Fehler und Fehlfunktionen konnte ich nicht feststellen. In Anbetracht der sehr hochwertigen Verarbeitung, der tollen verwendeten Materialien, des sehr ausdauernden Akkus, der Tierhaarfunktion durch austauschbare Bürsteneinheit und der tollen smarten Funktionen bleibt mir nur eines: 5 Sterne ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️ für den TRIFO Max Pet und eine klare Kaufempfehlung. 

Ich hoffe diese Rezension ist für sie das, was für uns der TRIFO Max Pet seit vielen Wochen ist: Nützlich!

Kauftipp: Den TRIFO PET MAX bei amazon.de bestellen

Neuer Test: Huawei FreeBuds Pro

smiley Ich freue mich, vor einer Stunde sind meine Freebuds Pro eingetroffen. Ich musste sie natürlich noch schnell vor dem Mittagessen auspacken und mit meinem P30 pro koppeln. Das war spielend einfach. Der Klang nach dem ersten Hören war perfekt, ja sogar grandios. Viel besser als bei meinen bisherigen Ohrhörern von „House of Marley“. Leider hatte ich anfangs Probleme die Klick- und Wischgesten für Play/Pause, Lautstärke, Titel-Skipping und vor allem Noicecancelling auszuführen. Aber wer lesen kann ist klar im Vorteil: Nicht mit einem Finger aufs Gehäuse tippen (so war ich es von den House of Marley-Ohrhörern gewohnt), sondern mit beiden Fingern drücken bzw gedrückt halten. Schon klappt es wink

Der Lieferumfang der neuen Huawei FreeBuds Pro – hier im schicken Weiß

Ich habe aber auch schon etwas Negatives gefunden: Die in der Anleitung erwähnte Huawei AI App ist noch veraltet. Sie findet weder die Freebuds Pro, noch kann man sie manuell hinzufügen, da es sie in der Auswahl der vielen Bluetooth-Kopfhörer schlicht und einfach noch nicht gibt. Immerhin erkennt das Handy sie schon mal und man kann immerhin den Ladestatus sehen. Nur weitere Einstellungen sind somit leider noch nicht möglich. Das hätte Huawei nicht passieren dürfen finde ich…

Nach der ersten Bluetooth-Verbindung ist vor dem ersten Firmwareupdate – auch bei den Huawei FreeBuds Pro

BTW: Drahtloses laden auf meinen Ladegeräten funktioniert einwandfrei, so dass sie jetzt erstmal voll aufgeladen werden und das Ladekabel wieder in der Verpackung verschwinden darf…

Neuer Test: Sony Xperia 10ii – Mittelklasse aus Japan

Mein letztes Sony Gerät war noch von Sony-Ericsson in den frühen 2000ern. Nun 2020 Dank einer Produktteststellung ein X10ii. Ich war skeptisch. Und was soll ich sagen: Für den Preis ein top Handy.

Schmal aber lang durchs 21:9 Display

Klar bleibt mein iPhone 11 pro mein Daily Driver. Aber ich nutze das X10ii auch gerne Mal. Und ja, hier und da hat es Bugs bzw Mängel, aber Preis Leistung stimmt. Frage mich aber eines: Warum ist die Kamera so laaaahm und oftmals schlecht und unscharf?

Hey, das Ding ist von Sony, dem Kameratechnikexperten. Das will mir wirklich nicht in den Kopf.

Android Auto mit dem Xperia 10ii

Ich werden in den kommenden Tagen ausführlich Testen und dann hier berichten. Und mich weiter über die nervigen Fingerabdrücke auf der Rückseite aufregen…